| Ein Cowboy zog mit seiner Gitarre durch die Lande und sang traurige Country-Songs. DR. JAY heißt er und traf, reichlich desorientiert, auf einem nächtlichen Ritt ALEKS KULL, bekannt als „Jim Brandy“, und fragte ihn: „Wie komme ich zur Grand Ole Opry?“ Der meinte: „Üben, üben, üben!“ Zu zweit leichter getan als alleine, also gingen die Beiden gemeinsam auf den langen Trail. Der erste Überfall förderte einen alten Kontrabass zutage. Die Holzwürmer wurden in die Flucht geschlagen, die Saiten klatschten wieder aufs Griffbrett. Im harten Winter 2005/06 drangen plötzlich fremde Klänge in die gespitzten Ohren: Brachiale, rhythmische Blue-Notes schwirrten durch die Luft und nisteten sich unerbittlich in die ersten Eigenkompositionen ein. Ein weiterer Outlaw stieß zur Gang: YVES DÉVIL, entfernter Nachfahre von „Billy the Kid“, drosch seit Jahren erbarmungslos mit Hartholzknüppeln auf die Trommelfelle seiner Zuhörer ein. Mit ihm waren die gefürchteten DocRock & HIS RESTLESS HEARTS komplett. Den Rest entnehmen wir dem Tagebuch des Marshalls von Ruhr-County, der ihnen seitdem hart auf den Fersen ist: |
Vinyl-LP 'Outlaw' 1989 |
Juli 2006 Die Meute hat sich in diesem Jahr (wieder) zusammengerottet. Von
den verschiedensten Seiten meldet man das Auftauchen der Bande auf
so genannten „Festivals“ (Blues
'n' Jazz Rallye in LUX ») und auf den Bühnen
verrauchter Vorstadtsaloons. Angeblich soll die Gang bereits über
einen immer größer werdenden Haufen alter und neuer getreuer
Gefolgsleute verfügen. Irgendwas stimmt mit den Jungs nicht.
Ich habe recherchiert und finde alte Steckbriefe aus den 80-90er-Jahren:
|
|
|
|
Hier enden die Aufzeichnungen aus den alten Zeiten. Vor einer Woche erreichte uns die Nachricht, dass der neue Marshall von Ruhr-County entnervt seinen Rücktritt eingereicht hat, nachdem er bemerkt hat, dass die Jungs einlanges Vorstarfenregister haben und eine Nummer zu groß für ihn sind. Hier sein abschließender Bericht:
Letzten Gerüchten zufolge gräbt sich die Band auf breiter Front zielstrebig an die A+R-Manager aller erreichbaren Labels heran, um den nächsten Coup zu landen. Doch in der Zwischenzeit heißt es: Aufgesattelt und rein in die Stiefel, um beim nächsten Überfall dabei zu sein. Vamos, Gringos! „Wrong place, wrong time, too late, my Dear:
|
|